SmashingConf Toronto – Collaborative Notes, Pacman-Prinzip und Poutine

Juli 23, 2019 Admin

Ende Juni hieß es für Diego und Thomas C.: Raus aus dem Büro-Alltag und auf nach Toronto zur SmashingConf. Nachdem Alex und Diego im letzten Jahr begeistert von der Konferenz waren (Stichwort Lazy-Loading und SVG-Animations), war für uns klar: wir kommen wieder.

Einer der Kernwerte von HDNET ist „Fortschrittlich“. Da wir nicht auf leere Worthülsen stehen, wissen wir, um fortschrittlich zu sein, müssen wir uns weiterbilden. Deshalb fahren unsere Mitarbeiter regelmäßig zu Konferenzen, um neuen Input aufzusaugen und sich mit anderen auszutauschen. Hier ein paar der Konferenzen, auf denen wir in letzter Zeit vertreten waren: Vue.js in Amsterdam, International PHP Conference (Spring Edition) in Berlin, das DevOps Gathering 2019 in Bochum und die certiFUNcation im Phantasialand.

Aber warum gleich Toronto? Die SmashingConf gibt es doch auch in Freiburg. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich der Veranstaltungsort auch auf die Inhalte auswirkt. Der Vorteil von Konferenzen auf anderen Kontinenten: man lernt andere Technologien und Herangehensweisen bei ähnlichen Problemen kennen. Das sorgt oft für ein doppeltes Aha-Erlebnis.

Anderes Land, andere Technologien und Herangehensweisen: Toronto in Kanada

Was macht die SmashingConf so besonders?

An erster Stelle steht die Themenvielfalt. GDPR, Colour- und Designsystems, JavaScript, Accessibility und DevOps sind ein paar der Themenbereiche, die auf der SmashingConf stattfinden. Hinzu kommt der gesellschaftliche Ansatz. Unter dem Motto „Diversity matters“ finden auch kulturelle Unterschiede und die Happy Pride inhaltlich Platz. Auf diese Weise werden die Besucher mit Inhalten konfrontiert, mit denen sie sonst eher unbewusst Kontakt haben – ein klares Plus für die persönliche Weiterentwicklung.

Zeitgleich zur SmashingConf fand in Toronto die Happy Pride statt

Auch das Format an sich beinhaltet viele Vorteile. Das Smashing Magazin erfreut sich großer Bekanntheit, was es der Konferenz erleichtert, hochkarätige und jahrelang bekannte Speaker (die echte Arbeitserfahrung in ihren Spezialgebieten haben) zu engagieren.

Die Konferenz an sich ist sehr gut organisiert. Als Besucher hat man das Gefühl, dass sich die Veranstalter auf das konzentriert was die Zielgruppen, also die Menschen, wollen. So findet das gesamte Event zwischen Besuchern, Veranstaltern und Speakern auf Augenhöhe statt.

Auf inhaltlicher Ebene ist herauszustellen, dass es keine Präsentationen mit Slides gibt. Es wird viel live programmiert und designt. So wird nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sondern echte Probleme angegangen.
Die SmashingConf wurde mit collaborative Notes begleitet. Die Besucher konnten gemeinsam an einem Google-Drive-Dokument arbeiten, so entstand die ultimative Zusammenfassung der Konferenztage (ashed.by/moon und smashed.by/sun). Außerdem sind Veranstalter und viele Teilnehmer via Slack erreichbar.

Wir finden, das Preis-Leistung-Verhältnis ist bei der SmashingConf sehr gut. Mit Leistung meinen wir vor allem die Qualität der Vorträge. Besonders gut gefallen hat uns, dass hier ernsthaft auf Inklusion geachtet wird. Es wird beispielsweise das Pacman-Prinzip angewendet: Gesprächskreise werden immer offen gelassen, damit andere einfacher beitreten können.
Die Speaker zeigen sich ganz publikumsnah und machen bei allem mit. So merkt der Besucher schnell: Die arbeiten genau wie ich, und sind auch nur Menschen.

Die SmashingConf ist ein rundum sympathisches Event, auch in sozialer Hinsicht. Bei Bowling, Billiard und Getränken lassen sich die fachlichen Eindrücke gut verarbeiten. Die in Kanada populäre Fast-Food-Spezialität Poutine ist da nur die Kirsche auf der Sahnetorte (Achtung: Heißhunger-Gefahr bei der Google-Bildersuche).

Kanadas populäre Fast-Food-Spezialität Poutine

Unsere Favorite Live Coding Sessions

Bei den Live Coding Sessions gab es für uns drei klare Favoriten:

  • Chris Gannon baute in seiner Live Coding Session eine Animation „from scratch“. Für Diego und Thomas C. sehr spannend, da wir bei HDNET auch häufig „from scratch“ programmieren. Wer mehr erfahren will, klickt auf den Link: CodePen | Color Diver
  • In der Live Coding Session von Phil Nash drehte sich alles um Service Worker, weg von Webseiten hin zu PWAs. Unter dem Link service-worker-mock – npm, gibt es mehr Infos.
  • Sarah Drasner beschäftige sich in ihrer Live Coding Session mit Nuxt.js (benutzen wir auch bei HDNET) und was man damit in etwa 45 Minuten schaffen kann.

Gibt es ein Comeback?

Wenn es nach Diego geht, ganz klar ja: „Nachdem ich auch letztes Jahr schon sehr begeistert war konnte die SmashingConf Toronto mich auch dieses Jahr wieder überzeugen. Vor allem der Austausch mit den anderen Entwicklern aus aller Welt ermöglicht mir viele neue Perspektiven einzunehmen. Als technologiebegeisterter HDNETler freue ich mich besonders, dass wir Technologien einsetzen die auch von Branchengrößen wie Microsoft oder Facebook genutzt und entwickelt werden.“

Natürlich ist Toronto auch so eine Reise wert, weshalb Diego und Thomas gerne noch ein paar Tage länger blieben, um die Stadt zu erleben. Als nächstes steht für einige HDNETler die Vue.js Konferenz in Amsterdam und das Digital Marketing World Forum Europe, ebenfalls in Amsterdam, an. Vielleicht sieht man sich ja. 🙂


Im Text wird die männliche Form bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter. 

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