European Women in Technology 2019 – Disrupt. Drive. Deliver.

Dezember 16, 2019 Ana Osoeva

Am 26. und 27. November 2019 fand die European Women in Technology Konferenz im RAI in Amsterdam statt. Die renommierte Konferenz von Frauen für Frauen (und Männer 😉) im Tech-Bereich zählt zu den größten Messen dieser Branche in Europa und ist Teil der Women in Tech World Series. Wer also etwas weiter weg möchte, kann auch nach London, Dublin, Kapstadt oder ins Silicon Valley und dort die Konferenz besuchen. 

Als Frauen in einem technisch angesiedelten Unternehmen wollten wir – AnaFeline und Sonja – uns die Möglichkeit nicht entgehen lassen, uns mit anderen Frauen im Technologiesektor sowohl über Erfahrungen in diesem eher männerdominierten Bereich als auch über technisches Wissen auszutauschen und zu erfahren, wie sich Diversität in der Branche fördern lässt. 

Während der zweitägigen Konferenz wurden über 40 Workshops und mehr als 100 Sessions von rund 200 Speaker*innen für die etwa 4000 Teilnehmenden angeboten. 
Neben technischen Talks für Entwickler*innen zu den Schlagworten BlockchainMachine Learning und KI, gab es auch Talks zu UX-Methoden, z.B. von Zalando und Microsoft (die – nebenbei gesagt – gar nicht viel anders arbeiten als wir, wie wir herausgefunden haben 😉). Ein weiterer Fokus lag auf Soft-Skill-Themen, wie der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Diversität in Unternehmen, Führungskompetenzen und Karriereplanung. 

Ein absolutes Highlight für uns war der Fireside Chat von Dr. Anne-Marie Imafidon, CEO von Stemettes, und Corinne Vigreux, Mitgründerin von TomTom, in dem sich beide Frauen für die Förderung der Bildung von Mädchen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) stark machten. Neben den klassischen männlichen Vorbildern in technischen Berufen gibt es auch zahlreiche Frauen in der Geschichte, die oft leider nicht erwähnt werden. So zum Beispiel Hedy Lamarr (1914 – 2000), die Erfinderin der Frequency-Hopping-Methode, welche als Basis des heutigen Wi-Fi, GPS und Bluetooth verwendet wird. 

„People shouldn’t use WiFi if they don’t think that women 
can do technology.“ 

Dr. Anne-Marie Imafidon

Ebenfalls inspirierend war der Talk der ehemaligen und ersten (!) Ministerpräsidentin von Dänemark, Helle Thorning-Schmidt. Sie sprach über ihre Hürden als Frau in Führungspositionen und forderte dazu auf, sich aus der eigenen Komfortzone zu trauen und mit dem damit verbundenen „nervösen Bauchgefühl” anzufreunden. 

„Without courage you will not get anywhere! And remember: Each person that you will meet along your 
journey matters!“

Helle Thorning-Schmidt 

Zudem regte sie dazu an, Diversität zu fördern und dadurch möglichst viele Kompetenzen an einen Tisch zu bringen, was wiederum zu besseren Ergebnissen führe. Daran arbeitet auch Dell Technologies ganz aktiv. Dort durchlaufen z. B. alle Führungskräfte ein Programm, das Tricia Smyth, Head of Diversity & Inclusion EMEA, in ihrem Workshop „Cultivating Inclusion“ vorstellte. In diesem Programm geht es unter anderem darum, Bewusstsein für das Thema zu schaffen und die Barrieren verschiedener Personengruppen sichtbar zu machen, um sie aktiv abzubauen und Inklusion fördern zu können. Am ersten Tag sagte jemand „What is good for society is also good for business“, and we think that’s beautiful! Dell scheint das hier erkannt zu haben.

Inspiriert haben uns auch viele technische Themen, wie z. B. „Machine Learning for Autonomous driving” von der AUDI AG. Die Themen am Puls der Zeit gaben uns weiterführende Einblicke, auf die wir bei unserer alltäglichen Arbeit nicht gestoßen wären. Daher war es für uns umso wichtiger an den Talks und Workshops teilzunehmen und die dort genannten Herausforderungen zu erkennen und aus ihnen zu lernen.  

Gerne möchten wir auch die Organisation der Konferenz loben. Direkt zu Beginn wurde uns die App „Maddox Events” ans Herz gelegt, wo wir stetig Updates zu den einzelnen Talks und Sessions bekamen. Sowohl Umfragen als auch die Insights der Speaker*innen wurden über die App super organisiert, und es war leicht und vor allem unkompliziert, immer auf dem Laufenden zu sein.  

Zudem hat die Konferenz selbst auch das Thema Diversität gelebt. In vielen Workshops und Talks gab es z.B. Gebärdensprachdolmetscher*innen. 

Am Abend des ersten Konferenztages konnten alle, die wollten auch an der After Party teilnehmen. Dafür wurde das direkt neben dem Messezentrum gelegene Restaurant Strandzuid kurzerhand zu einer Partylocation umfunktioniert. Neben einem DJ, der für Tanzstimmung gesorgt hat, gab es auch ruhige Ecken für den weiteren Austausch mit anderen Teilnehmer*innen.

Unser Fazit

Können wir die Konferenz empfehlen? Definitiv JA! Und das nicht nur für Frauen. Wir sind der Meinung, dass es auch für Männer der Branche durchaus sinnvoll ist die Women in Tech Konferenz zu besuchen, um ein gutes Gespür für Diversität zu bekommen und wie dadurch die Atmosphäre und Arbeitsergebnisse positiv beeinflusst werden. 

Und an alle, die auch da waren: Wir hoffen ihr wart genauso “jazzed” wie wir! 😄  

Ana, Sonja und Feline auf der WiT
Ana, Sonja und Feline auf der WiT


P.S.: Noch ein heißer Tipp nebenbei! 
Wer auf außergewöhnlich aussehendes Essen steht, dem können wir die Vegan Junk Food Bar in Amsterdam empfehlen. Dort gibt es nicht nur klassische Pommes, sondern zum Beispiel auch bunte Burger. Ein richtiger Hingucker und noch dazu echt lecker! 

Bunte Burger by Vegan Junk Food Bar
Vegan Junk Food Bar

P.P.S.: Wen treffen wir nächstes Jahr auf der Konferenz? 👩🏻‍💻🧑🏻‍💻 #2020

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