Archiv von 'Social Software'
Social Network-Software Suricata mit eigener Webseite
Geschrieben am 23. Aug, 2012 von Manuel Eckardt.
Unsere Social Network-Software Suricata hat neuerdings eine eigene Webpräsenz. Unter www.suricata.de steht alles Wissenswerte rund um unsere Eigenentwicklung auf Abruf bereit. Wer schon immer mal mit dem Gedanken eines Social Networks für die Außendienstler oder den Support nachgedacht hat, ist auf der Seite goldrichtig. Abgesehen von den wichtigsten Infos gibt es auch eine Online-Demo zu sehen. (weiterlesen …)
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Vortrag auf der BVMW-Roadshow in Bielefeld am 14.12.
Geschrieben am 06. Dez, 2011 von Eike Diestelkamp.
Am 14.12.2011 werde ich auf dem “VIP-Event des Mittelstands: Arbeitswelten der Zukunft” die Keynote halten. Die Veranstaltung wird vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) gemeinsam mit der Deutschen Telekom veranstaltet. Nach meiner Keynote “Enterprise 2.0 oder wie ein erfolgreiches Unternehmen in Zukunft kommuniziert” wird Dirk Formm von der Telekom einen Vortrag zum Thema “Die Zukunft meistern: der morderne Arbeitsplatz” halten. Entgegen dem Branchen-Trend zeige ich in meinem Vortrag neben den Chancen vor allem auch Probleme und die Notwendigkeit einer passenden Unternehmskultur auf, die bei der Einführung solcher Technologien einhergehen.
Die Veranstaltung startet um 17:30 Uhr in der ehemaligen Ravensberger Spinnerei im Herzen von Bielefeld. Nach Empfangscocktail, Finger-Food und den Vorträgen mit Podiumsdiskussion klingt der Abend bis ca. 21:00 Uhr mit kulinarischer Begleitung aus.
Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt. Eine Anmeldung ist noch bis zum 11. Dezember möglich.
Anmeldung und vollständige Agenda auf der Website des BVMW.
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Google+: Zwischenstand nach dem ersten Monat
Geschrieben am 05. Aug, 2011 von Eike Diestelkamp.
Google+ ist seit Ende Juni in der semipermeablen Beta-Phase. War es in den ersten Tagen noch schwierig, einen Platz im begehrten neuen Netzwerk zu ergattern, braucht es heute nur eine Einladung von jemandem, der bereits Mitglied ist. Seit Beginn der Beta-Phase von Google+ streiten sich die Auguren um die Usability-Qualität von Google+ (mittlerweile ist die Meinung ziemlich einhellig positiv), um die Marktchancen gegen Facebook oder um die Veränderungen, die Google+ in den Bereich der Suchmaschinenoptimierung einbringt.
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Der Platzhirsch der Marktplätze
Geschrieben am 25. Feb, 2011 von Tobias Weinhorst.
Im Mittelalter waren die Marktplätze der Städte und Dörfer mehr als ein einfacher Ort von Handel und Gewerbe. Hier wurde auch gequatscht, sich unterhalten und Meinungen ausgetauscht. Neuigkeiten erfuhren die Dorfbewohner hier als erstes. Die Gerüchte wie etwa über die schlechte Arbeit des Gemeindetischlers machten hier die Runde, was Grund genug war für alle Gewerbetreibenden auch ein Teil des Marktlebens zu sein.
Heute ist das ähnlich
Die klassischen Marktplätze sind in der heutigen Zeit nahezu ausgestorben. Der soziale Austausch findet in anderen Bereichen statt, wie beispielsweise dem Internet. Aus diesem Grund werden soziale Netzwerke oft als die “Marktplätze des Internets” bezeichnet. Hier tauschen sich Millionen von Menschen verschiedener Gruppen täglich aus.
Wie schon früher, ist es für jeden Gewerbetreibenden wichtig ein Teil dieses Austausches zu sein. Denn: Dass man dort (schlecht) über Sie oder Ihr Unternehmen spricht können Sie nicht verhindern. Doch, wenn es schon so ist, sollten Sie wenigstens dabei sein!
Ein Teil von allen Marktplätzen des Internets zu sein, ist dabei nicht ganz so leicht. Es gilt sich also auf einen oder wenige zu konzentrieren. Doch welches der großen sozialen Netzwerke (VZ-Netzwerk, Twitter, Facebook, XING) ist dabei das wichtigste? Sprich, wo sind die “Marktbesucher” am aktivsten?
Der Platzhirsch
Vor Kurzem konnte ich mal wieder drastisch feststellen, wer der aktuelle Platzhirsch der Marktplätze des Internets ist. Zu meinem Geburtstag nutzen viele meiner Freunde, Familienmitglieder und auch Kunden diese Netzwerke um mir ihre Glückwünsche auszusprechen. An der Verteilung ist anschaulich zu erkennen, welcher virtueller Marktplatz der Meistgenutzte ist.
61 der Glückwünsche erhielt ich über Facebook. XING, meinVZ und twitter teilen sich die restlichen 7 Nachrichten. Dies veranschaulicht deutlich, dass Facebook der Platzhirsch und somit der wichtigste virtuelle Marktplatz aktuell ist.
By the way
Einen Glückwunsch von einem Kunden erhielt ich übrigens überraschender Weise als Brief, was ihn in besonderer Weise hervorhebt. Also, vielleicht ab und an auch mal die neuen Marktplätze links liegen lassen und zum guten, alten Briefpapier greifen.
Foto: Platzhirsch (© Kurt Bouda / PIXELIO)
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“Sprich Facebook” – nutze FBML
Geschrieben am 28. Jan, 2011 von Tim Lochmüller.
Facebook ist inzwischen ein wichtiger Kommunikationskanal von Vielen geworden. Egal ob internetaffin oder nicht, eine große Anzahl der Weltbevölkerung tummelt sich auf der sozialen Plattform, findet Freunde und vernetzt sich. Neben dem Verbindungsgedanken gibt es aber auch andere Wege neue Leute kennen zu lernen. Bei Facebook gibt es für diesen Zweck die Suche, Events und Freundes-Freunde, aber auch Gruppen tragen dazu bei, neue Bekanntschaften zu schliessen.
Ein andere Möglichkeit stellen die Facebook Fanpages da. Fanpages erkennt man an dem legendären “Gefällt mir”-Button im oberen Bereich der Seite. In einem Benutzer-Profil sieht man die Seiten, welche demjenigen Benutzer gefallen. Die Fanpages können von Unternehmen, Künstlern oder Gruppen als Marketingkanal genutzt werden. Neben der Möglichkeiten von sogenannten Apps – eigens für die Facebook-Plattform programmierte Webanwendungen, bietet Facebook eine eigene Sprache an, mit der es möglich ist, eine beliebige Facebook- oder Internetseite zielgruppengenau auf die Besucher zu zuschneiden.
Was ist FBML?
FBML steht für “Facebook Markup Language” und ist eine an HTML/XHTML angelehnte Sprache. Es gibt dem Administrator einer Facebook-Fanpage u.a. die Möglichkeit die Ausgabe in Abhängigkeit zum Besucher zu gestalten. Dadurch lassen sich zahlreiche Ideen, welche im Marketing für die Kundengewinnen entstanden sind, benutzerspezifisch umsetzen. Das XHTML Grundgerüst sorgt dafür, dass sich FBML in das XHTML integrieren lässt. Eine reine HTML Seite wäre somit auch denkbar, wenngleich man auf die Funktionalität von Facebook verzichten würde.
FBML Beispiel
Um einen FBML Code zu integrieren muss zunächst die Applikation Static FBML zu der Fanpage hinzugefügt werden. Im Anschluss gibt es einen neuen Reiter, in den XHTML und natürlich FBML eingepflegt werden kann. Nach einem Klick auf den Stift des neuen Reiters, kann der XHTML/FBML Code eingeben werden. Das nachstehende kleine Beispiel soll euch die Funktionsweise nahe bringen:
Es wird ein bestimmter Inhalt nur angezeigt, wenn die Person mit der Fanpage verknüpft ist. Weitere Möglichkeiten (u.a. aus den Bereichen Tools, User/Groups, Notifications and Requests, Status Messages, Embedded Media, Dialog, Permissions, Forms, …) und Beispiele findet der interessierte Leser in der FBML Referenz.
<p>Inhalt für JEDERMANN. <fb:visible-to-connection> Inhalt nur für FANS bzw. Personen welche die Fanpage gefällt. </fb:visible-to-connection> Inhalt für JEDERMANN.</p>
Fazit
FBML eignet sich wunderbar um Fanpages anzupassen und auf den Besucher bzw. Kunden zurecht zu schneiden. Aber FBML ist längst nicht alles was Facebook zu bieten hat. Neben FBML gibt es auch noch FBJS (Facebook JavaScript), zahlreiche Social Widgets für eigene Webseiten und natürlich Applikationen. Es ist bemerkenswert das Facebook so viel Freiheiten gibt, welche natürlich immer positiv als auch negativ gesehen werden könn(t)en. Bis dahin verbleibe ich mit “Gefällt mir”
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Facebook ist das zweigrößte Bundesland Deutschlands, gleich nach Nordrhein-Westfalen
Geschrieben am 04. Jan, 2011 von Tobias Weinhorst.
Wenn man die Social-Network-Plattform Facebook als deutsches Bundesland sehen würde und die Mitglieder wären die Einwohner, dann hätte es Facebook mit Bravour auf Platz zwei der einwohnerstärksten Bundesländer Deutschlands geschafft.
Laut aktuellen Zahlen von facebookmarketing.de gibt es in Deutschland 13.810.480 Facebooknutzer. Mit weltweit über 580.000.000 Nutzern würde es Facebook auf Platz drei der einwohnerreichsten Staaten schaffen und damit die USA hinter sich lassen. Das reicht auch aus, um die europäische Union mit ihrer halben Milliarden Einwohner zu überholen.
Deutsche Bundesländer inkl. Facebook
| Bundesland | Einwohner | |
|---|---|---|
| 1 | Nordrhein-Westfalen | 17.933.064 |
| 2 | 13.810.480 | |
| 3 | Bayern | 12.519.728 |
| 4 | Baden-Württemberg | 10.749.506 |
| 5 | Niedersachsen | 7.947.244 |
Staaten der Erde inkl. Facebook
| Staat | Einwohner | |
|---|---|---|
| 1 | Volksrepublik China | 1.353.311.000 |
| 2 | Indien | 1.198.003.000 |
| 3 | 580.000.000 | |
| 4 | Vereinigte Staaten (USA) | 314.659.000 |
| 5 | Indonesien | 229.965.000 |
Natürlich ist Facebook weder ein Bundesland noch ein Staat, aber der Vergleich zeigt anschaulich die Größe von Facebook und die damit verbundene Macht/Verantwortung.
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Fragen-Antworten-Experten
Geschrieben am 05. Nov, 2010 von Sebastian Klaus.
Frage-und-Antwort- oder sogenannte Experten-Portale erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Schon vor einigen Jahren war Web-Experten in den USA ein explosionsartiger Anstieg der Besucherzahlen auf Seiten aufgefallen, auf denen User konkrete Fragen stellen können, die dann von anderen Usern beantwortet werden.
Sei es nun bei frag-mutti.de oder wer-weiß-was.de, immer mehr Menschen nutzen diese Portale, um von der Alltagsfrage in Sachen Haushalt bis hin zu Unklarheiten bezüglich Krankenversicherung im Ausland Antworten zu finden.
Ich bin im Rahmen unzähliger Internetrecherchen (meistens “harmloses” surfen) immer mal wieder in einem der Portale gelandet. Beiträge mit relevanten Keywords aus den Frage-und-Antwort-Foren werden nämlich in den Suchergebnissen von Google gelistet, wie jede andere Webseite auch. So hatte ich schon öfter Gelegenheit, mir ganze Artikelbäume zu einer Frage anzusehen. Und hierbei habe ich festgestellt, dass es meist nicht „die Eine“ Antwort gibt. Es scheint mir eher so, dass sich durch viele verschiedene Hinweise ein Bild ergibt bzw. man sich hier wunderbar inspirieren lassen kann hinsichtlich weiterführender Quellen.
Experten?
Es ist wahrscheinlich ratsam, alles zu hinterfragen, was man in den jeweiligen Portalen erfährt und davon auszugehen, dass einem da ein ganz normaler Mensch antwortet und wahrscheinlich kein Experte. Hier sollte man einfach seinen Verstand anlassen und im Zweifelsfall mehrere Meinungen einholen.
Was die Qualität einzelner Antworten betrifft, so würde ich aus meiner Erfahrung heraus einfach mal behaupten, dass es vor allem Leute sind, die gerne ein Experte wären und sich dementsprechend verhalten…
Bei diesen Portalen kann jeder angemeldete User sich ein Expertise-Gebiet auf die Fahne schreiben. Ich hätte also locker Neurowissenschaften, Psychologie und Quantenphysik angeben können, oder vielleicht auch Science Fiction, wovon ich (star wars geprägt) wahrscheinlich die meiste Ahnung habe.
Mein Fazit
Die Frage-und-Antwort Portale haben sicherlich ihren Nutzen. Ich persönlich bin jedoch darauf vorbereitet, nicht nur Antworten auf meine Frage zu bekommen, sondern – wie überall, wo Menschen miteinander interagieren – auch Dinge zu lernen, nach denen ich gar nicht gefragt hatte.
Das Internet macht’s möglich: plötzlich haben wir 1.000.000 Nachbarn, die wir fragen können, wie man eine Lampe anschließt oder einen Screenshot von einem Video macht. Was wir dann mit den Informationen machen, die wir bekommen, liegt allein in unserer eigenen Verantwortung. Festzuhalten ist auch, dass die Qualität der Antworten deutlich mit zunimmt, je kleiner die Nische des Themas ist.
Suricata
Unsere Social Network Software Suricata bietet in ihrer Grundfunktionalität selbstverständlich auch ein Modul “Fragen und Antworten”. Schauen Sie sich doch mal unsere Demo an.
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Social Networks: emotionale Digitalisierung oder digitalisierte Emotionen
Geschrieben am 14. Sep, 2010 von Alexander Heinze.
“Sie haben eine neue Email”. Aha, ich öffne meinen Posteingang und schau nach, was da angekommen ist. Eine Mail von Facebook. Ein Freund hat mich zu einer Veranstaltung eingeladen. Ich “sage zu” mit einem einfachen Klick. In meiner Timeline bei Facebook sehe ich, dass meine Freunde heute sehr aktiv sind. Hier und da erscheinen Statusmeldungen: “Ich gehe jetzt joggen”, “Schöner Tag, bald ist Feierabend” oder “Warum funktioniert Programm XY nicht richtig? Kann da jemand helfen?”.
Alles normal, in unserer heutigen Zeit, oder?
So gerne wir uns mit der technischen Seite der sozialen Netzwerke des Web 2.0 auseinandersetzen, so sollte niemals der menschliche, genauer gesagt der “psychologische”, Aspekt aus dem Fokus geraten. Worum es mir geht? Nun ja, wir sind dazu verleitet unser soziales Umfeld im Zuge der modernen Entwicklung zu reduzieren. Nicht im Umfang, sondern im zwischenmenschlichen Kontakt. Wiederum bieten sich uns Möglichkeiten, die vor einigen Jahren als Fantasterei, als Humbug, bezeichnet wurden.
Ich bin 1982 geboren, das Jahr in dem das ARPANET, der Vorläufer des heutigen Internets, das TCP/IP Protokoll adaptierte. 1989, als ich 7 Jahre alt war, entwickelte Tim Berners-Lee das heutige “World Wide Web”, welches 1993 durch “Mosaic”, den ersten grafischen Browser, erst wirklich zugänglich wurde für die Massen. Zu dem Zeitpunkt war ich 11 Jahre alt. Und dann kam der Aufschwung, der Siegeszug des WWW. 2010, also 17 Jahre später, hat sich die Welt ein ganzes Stück weitergedreht. Wir “gruscheln” und “stupsen an”, wir signalisieren, dass uns etwas “gefällt” und wir “sagen zu” oder “ab” wenn wir eingeladen werden, ohne auch nur ein Wort zu wechseln mit einem Menschen, der uns gegenübersteht. Zudem sind wir in diversen “Gruppen” Mitglied und können in wenigen Sekunden Menschen finden, die wir seit Jahren aus den Augen verloren haben.
Soziale Netzwerke bieten uns eine Plattform, wie sie es in dieser Form noch nie gab. Doch immer nur zum Guten?
Beispiel Loveparade 2010: In einer Massenpanik sterben mehrere Menschen. Kurz darauf tauchen erste Berichte auf, dass bereits Tage zuvor in sozialen Netzwerken davor gewarnt wurde, dass es zu einer Massenpanik kommen kann aufgrund des unausgereiften Konzeptes. Mittlerweile gibt es Kondolenzgruppen, welche die Toten der Loveparade betrauern und einen Ort bieten, um sich auszutauschen, Trost zu spenden, sich abzureagieren. Das “soziale Miteinander” der Digitalisierung zeigt hier seine Vielseitigkeit. Es hilft zueinanderzufinden und überbrückt jede noch so große Entfernung. Zudem hätte es, wenn dem Gehör geschenkt worden wäre, vielleicht sogar eine Katastrophe verhindern und Menschenleben retten können.
Beispiel Mobbing: Außenseiter, sei es im Schüleralter wie auch bei Erwachsenen, stehen im Fadenkreuz all jener, die sich gerne Opfer suchen und eine breite Masse benötigen, um sich zu profilieren. Ok, wenn wir ehrlich sind, hatten wir alle mal solche Erlebnisse in jungen Jahren, auf welcher Seite auch immer wir standen. Gefährlich wird es aber ab dem Punkt, bei dem der Täter aus seinem Publikum eine aktiv mitwirkende Masse formt. So schafft die räumliche Distanz eine Anonymität, hinter der es nicht nur leicht ist sich zu verstecken, sondern auch leicht ist, den Bezug zum “realen” zu verlieren. Digital ist man sich nahe genug, um zu verletzen, Angst zu schüren, Hass zu predigen und unsichere Menschen an den Abgrund zu drängen. All diese negativen Aspekte brauchen nur ein Medium, um gehört zu werden. So gab es schon mehrere Fälle, in denen sich Jugendliche das Leben nahmen oder Amok liefen, weil sie ausgegrenzt wurden. Natürlich ist das soziale Netz nicht der Grund dafür und trägt keine Schuld als Auslöser, aber es dient hier als Katalysator und Medium.
Licht und Schatten gehen hier einher und letztlich sollte man niemals vergessen, dass immer noch ein Mensch hinter der Tastatur sitzt, dass Emotionen auch in digitalisierter Form ihr Ziel finden. Der Umgang mit dem Medium WWW ist in gewisser Weise gefährlich und führt viele Menschen schnell in Abhängigkeiten die einer Sucht gleichen. Gleichermaßen aber vereinfachen wir vieles, was uns vor Jahren deutlich mehr Aufwand gekostet hat. So ist der Kontakt zu unserem sozialen Umfeld schnell, unkompliziert, die Welt umspannend und doch irgendwie…unpersönlich.
Aber auch ich bin dem verfallen, in gewisser Weise. Meiner Bequemlichkeit trägt Twitter ungemein bei. Wo ich noch vor einiger Zeit Dutzende Nachrichtenseiten besucht habe und mich durch eine Flut von News kämpfen musste, bündeln sich diese inzwischen auf meiner Twitter Seite, da ich als “Follower” allem Folge, was mich interessiert. So lässt sich leichter der Überblick behalten und ich bin, subjektiv betrachtet, schneller informiert als zuvor.
Der technologische Fortschritt, die digitale Revolution, hat gerade erst begonnen. Ich bin mir sicher, dass in den nächsten 5-10 Jahren ähnliche neue Welten im Netz entstehen, die den digitalen Lifestyle umkrempeln und uns vor neue Probleme stellen und wiederum bisherige Probleme lösen. Verteufeln kann und will ich soziale Netzwerke nicht, dafür bieten sie zu viel positives Potenzial. Dieses muss jedoch auch ausgeschöpft und nicht missbraucht werden und bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber eine Besserung ist in Sicht, schließlich liegt es an uns allen, der Formgebung des 21. Jahrhunderts eine Kontur zu verpassen, die sich von der digitalisierten Welt in unserer, Gott sei Dank, immer noch vorhandenen, analogen Welt wiederfindet. Eine gute Portion Skepsis, etwas Kreativität und der Wille, etwas Neues zu schaffen, sollte eine gute Grundlage bilden.
So und nun bin ich weg, ich muss dringend was “twittern”….
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